Förderverein Synagoge Könen e.V.  

Der „Förderverein ehemalige Synagoge Könen e. V.“ wurde am 1.2.2002 in Konz gegründet. 

Unser Verein ist beim Amtsgericht Trier ins Vereinsregister eingetragen und vom Finanzamt Trier als gemeinnützig anerkannt, so dass wir dazu berechtigt sind, Spendenquittungen auszustellen. Der „Förderverein ehemalige Synagoge Könen e.V.“ verfolgt das Ziel, das heute in Privatbesitz befindliche Gebäude zu erwerben und zu erhalten. Das gegenwärtig als Garage und Lager genutzte Gebäude soll die wechselvolle Geschichte der ehemaligen Synagoge verdeutlichen. Deswegen ist geplant, den heutigen Bauzustand teilweise zu erhalten, aber auch die frühere Nutzung als Synagoge wieder sichtbar zu machen. Das restaurierte Gebäude soll als Bauwerk ein Ort des Lernens werden, an dem die Geschichte des Ortes Könen unter Einschluss der jüdischen Bevölkerung kennen gelernt werden kann. Mit Hilfe von Schautafeln, jüdischen Kultgegenständen und Computerpräsentationen soll die vergangene jüdische Kultur im Raum Konz und im Landkreis Trier-Saarburg interessierten Bürgern, kirchlichen und kulturellen Institutionen und Vereinen nahe gebracht werden. Vor allem an Schüler ist gedacht, die aus der Begegnung mit der jüdischen Religion und der jüngeren deutschen Geschichte für ein tolerantes Zusammenleben motiviert werden könnten.

Unser Förderverein besteht zur Zeit aus 10 Mitgliedern.

Der Mitgliedsbeitrag beträgt 30 Euro pro Jahr.

Wir sind Mitglied in der Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkarbeit (LAG)

Vorstand

1. Vorsitzender: Willi Körtels

2. Vorsitzende: Dr. Pascale Eberhard

Kontaktadresse:

Förderverein ehemalige Synagoge Könen e.V.

Ernst-Hartmann-Straße 17

54329 Konz-Oberemmel

 

Die Idee, ein Mahnmal für die Region Trier zu schaffen, geht auf das  Mahnmal Koblenz zurück, das von dem  Förderverein Mahnmal Koblenz e.V. entwickelt wurde. Die Initiatoren präsentierten anfänglich das Schicksal von Opfern der Hitlerdiktatur in Form von Schautafeln. Diese Tafeln wurden in der Region Koblenz von verschiedenen Institutionen ausgestellt, so dass sie viele Menschen erreichten und von der Öffentlichkeit beachtet wurden. Seit November 2005 existiert eine Internet-Ausgabe dieses Mahnmals, die täglich von rund 80 Personen aufgesucht wird. Diese starke Resonanz bestärkt uns darin, das Mahnmal Trier zuerst im Internet vorzustellen; wir schließen aber nicht aus, dass wir zu einem späteren Zeitpunkt auch eine transportable Form entwickeln, die in Schulen oder anderen öffentlichen Einrichtungen eingesetzt werden kann. Das Trierer Mahnmal macht  auf Einzelschicksale der nationalsozialistischen Herrschaft in der eigenen Region aufmerksam. Der Begriff "Mahnmal" soll den appellativen Charakter unseres Internet-Auftritts gegen Bürger, die weiterhin die Nazi-Zeit verdrängen oder rechtsradikales Gedankengut vertreten und verbreiten, verdeutlichen. Wir sind überzeugt, dass es heute noch notwendig ist, über die Folgen vergangener rechtsradikaler Politik in der Region Trier zu informieren, weil auch sechzig Jahre nach Kriegsende antijüdische Vorurteile und Fremdenfeindlichkeit wieder eine messbare Größe geworden sind. Vom Mahnmal Koblenz übernehmen wir die Thematisierung von Einzelschicksalen, weil wir glauben, dass junge Menschen eher an Personen lernen können, was eine antidemokratische und totalitäre Politik bewirkt.