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Clemente
Pereira
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geboren am
23.3.1911 in Hamburg
gestorben am
21.1.1990 in Münster
Jesuitenpater in
Trier
wegen
"Wehrkraftzersetzung"
verhaftet
KZ Dachau
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Pereira SJ, Clemente,
Jesuitenpater - geboren 23. März 1911
Hamburg, gestorben 21. Januar 1990 Münster
- Pereira, der ursprünglich das väterliche
Import-Export-Geschäft übernehmen sollte,
besuchte als gelernter Kaufmann in Hamburg
die Oberstufe der Gelehrtenschule Johanneum.
Sodann Eintritt in den Jesuitenorden (1933
Noviziat), Studium der Philosophie und
Theologie in Valkenburg (Niederlande) und
1940 Priesterweihe. 1942 wurde er als Kaplan
in die Pfarrei Christkönig in Trier gesandt
und erhielt den Auftrag, die Flakhelfer im
Raum Trier seelsorgerlich zu betreuen. An
Aschermittwoch 1944 wurde Pereira wegen
angeblich Wehrkraftzersetzung verhaftet und
nach 6 Wochen Gefängnis in Trier in das KZ
Dachau überführt. Vor Kriegsende gehörte
er zu den Häftlingen, die auf den
"KZ-Todesmarsch" in die Ötztaler
Alpen geschickt wurden; er berichtete selbst
über die tollkühne Rettungsaktion durch
drei Jesuiten am 29. April 1945. Für ihn
blieb ein lebenslanges Häftlingstrauma zurück.
- Von Juni 1945 bis Oktober 1947 war Pereira
Jugendseelsorger in der Diözese Trier. 1948
wurde er in das Aloisiuskolleg Bad Godesberg
versetzt. Das war der Beginn seines
neuartigen Schülerapostolats: während der
nächsten zwanzig Jahre veranstaltete er in
Gymnasien etwa 1500 Schülerwochen (Vorträge,
Gespräche, Gottesdienste), an denen nach
vorsichtiger Schätzung 750.000 Schüler u
Schülerinnen teilnahmen. Der Erfolg
Pereiras erklärt sich durch den Auszug aus
dem kirchlichen Raum ins Schulmilieu und die
besonderen Chancen der Nachkriegszeit; vor
allem aber aus seinem Wesen: er entsprach
kaum dem Typus des Jugendseelsorgers; er
wirkte durch seine Art, jungen Menschen zu
begegnen u mit u zu ihnen zu reden, eher
hanseatisch-nüchtern, ruhig und aufrichtig.
| Quelle: |
Trierer biographisches
Lexikon (Hans Weyer SJ) |
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Münch,
Maurus: Unter 2579 Priestern in
Dachau, 2. Auflage, Trier 1970 |
Hugo
Pfeil
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